Lass dich inspirieren

Lass dich inspirieren

Menschen erzählen, wie sie ihren Weg in einen Kirchenberuf gefunden haben, ihren Glauben leben, Familie und Beruf verbinden und Verantwortung übernehmen. Ihre Geschichten zeigen, wie unterschiedlich diese Wege sein können.

Quereinstieg in kirchliche Berufe

Ein Quereinstieg ist bei den meisten kirchlichen Berufen möglich – auch ohne Maturitätsabschluss oder Theologiestudium. Für Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen gibt es passende Tätigkeiten mit Sinn und Gestaltungsspielraum, etwa in der Jugendarbeit, Seelsorge oder Administration. Auch für Rentner:innen gibt es neben freiwilligem Engagement teilweise Möglichkeiten für bezahlte Aufgaben.

«In der Auseinandersetzung mit mir selbst wurde mir bald klar: Ich brauche eine Arbeit, wo ich mich mehr als Mensch eingeben kann, als das im Büro der Fall ist.»

Sonja Lofaro, Religionspädagogin

Ihre Wege in einen Kirchenberuf begannen ganz unterschiedlich:

  • Die Religionspädagogin Sonja Lofaro arbeitete früher im kaufmännischen Bereich.
  • Der heutige Priester Ivan Šarić war ursprünglich Polymechaniker.
  • Jugendseelsorger und Pfarreileiter Marco Baumgartner arbeitete zuvor als Primar- und Sportlehrer.
  • Jacqueline Fisch, heute Leiterin Administration und Betrieb, war in der Privatwirtschaft tätig.

Erfahre aus erster Hand, wie ein Quereinstieg aussehen kann.

Mit Familie in der Kirche arbeiten

Kirchliche Berufe lassen sich oftmals gut mit dem Familienleben vereinbaren. Viele Tätigkeiten können in Teilzeit ausgeübt werden, und häufig sind flexible Pensenanpassungen möglich, um auf Veränderungen in der Familiensituation Rücksicht zu nehmen.

«Nach sieben Jahren in der Pfarrei- und Jugendarbeit startete ich als dreifache Mutter mit 32 Jahren mein Theologiestudium in Luzern. Es war eine super Zeit – inhaltlich und menschlich.»

Fabienne Eichmann, Behindertenseelsorgerin
  • Fabienne Eichmann begann als dreifache Mutter ein Theologiestudium.
  • Marek Slaby, Vater von zwei Kindern, erlebt die flexiblen Arbeitszeiten als Vorteil und Herausforderung in seiner Arbeit als Gefängnissseelsorger und Diakon.
  • Andreas Kaufmann, Leiter Offene Jugendarbeit, kann seine Arbeitszeit flexibel einteilen und so mehr Zeit mit seinen drei Kindern verbringen.
  • Sakristanin Magdalena Lorenzi arbeitet Teilzeit und schätzt, dass ihr trotz Wochenendeinsätzen unter der Woche Zeit für ihren Sohn bleibt.

Erfahre aus erster Hand, wie sich Kirche und Familie vereinen lässt.

Glaubenswege im Kirchenberuf

Entscheidend für die Ausführung eines Kirchenberufes ist die Bereitschaft, die Werte und den Auftrag der katholischen Kirche mitzutragen und respektvoll zu vertreten. Dabei sind unterschiedliche persönliche Zugänge zum Glauben ebenso willkommen wie eine offene, reflektierte und auch kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit kirchlichen Themen. In bestimmten Fällen ist eine Tätigkeit innerhalb der katholischen Kirche auch ohne Mitgliedschaft möglich.

Mit wenig kirchlicher Prägung gestartet

Der Religionspädagoge Marco Martina entdeckte seinen Glauben erst als junger Erwachsener und setzte sich im Studium intensiv und kritisch damit auseinander. Auch Urs Kuster, Armeeseelsorger, war vor seinem Studium nur wenig in der Kirche verwurzelt.

«Zu Beginn des Studiums stand ich an. Ich hatte den Glauben erst gerade entdeckt und schon sollte ich ihn wissenschaftlich hinterfragen.»

Marco Martina, Religionspädagoge

Von klein auf im Glauben verwurzelt

Christian Coric, Katechet, erlebte den Glauben von klein auf als selbstverständlichen Teil seines Lebens. Die Jugendarbeiterin Marina Tomanek-Burgener und die Religionspädagogin Marija Neururer engagierten sich bereits als Kinder und Jugendliche aktiv in ihrer Gemeinde.

«Ich wuchs ziemlich streng katholisch auf. Wir lebten den Glauben in der Familie, er war allen wichtig. Zu glauben fühlte sich für mich immer richtig an.»

Christian Coric, Katechet

Glaube und Kirche kritisch hinterfragt

Philipp Wirth, Religionspädagoge, und Jacqueline Meier, Pfarreiseelsorgerin, setzen sich kritisch mit Glaubensfragen und kirchlichen Strukturen auseinander. José Paulo da Costa Almeida, Diakon, hinterfragte seinen ursprünglichen Berufsweg und fand später eine neue Rolle, in der er sich für eine offene Kirche engagiert.

«Manchmal überkommen mich auch Zweifel und ich stelle mir selbst oft die Glaubensfrage. Trotzdem entscheide ich mich bewusst, zu bleiben.»

Philipp Wirth, Religionspädagoge

Erfahre aus erster Hand, wie der persönliche Glaube und die Arbeit in der Kirche zusammenspielen.

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