Mit Sorgfalt den passenden Rahmen schaffen
Magdalena Lorenzi arbeitet als Sakristanin oder Mesmerin in der Kirchgemeinde Diepoldsau im St. Galler Rheintal. Sie dekoriert, pflegt und reinigt die Kirche und begleitet Menschen bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Besonders viel Zeit investiert sie in den Kirchenschmuck. Die Wertschätzung der Gemeinde erfüllt sie und lässt sie ihren Glauben bewusster erleben in ihrem Alltag neu.
Ich arbeite gemeinsam mit einem weiteren Mesmer im Teilzeitpensum für die Kirchgemeinde Diepoldsau (SG). Unsere Hauptaufgaben sind das Dekorieren, Pflegen und Reinigen der Kirche, der sakralen Gegenstände sowie des Pfarreizentrums.
«Ich investiere viel und es erfüllt mich, wenn es dann wahrgenommen wird und gefällt.»
Magdalena Lorenzi
Die gute Seele der Gemeinde werden
Während der Vorbereitung auf die Erstkommunion von unserem Sohn waren wir öfters in der Kirche. Dabei lernte ich unseren Diakon kennen und eines Tages fragte er mich, ob ich mir vorstellen könnte, als Mesmerin in unserer Pfarrei zu arbeiten. Bereits drei Monate später nahm ich meine Arbeit auf! Als Vorbereitung absolvierte ich dafür den dreiwöchigen Grundkurs an der Sakristanen Schule in Einsiedeln.
Ursprünglich war ich Kinderkrankenschwester und hatte auch in diesem Beruf gearbeitet. Davon profitiere ich heute noch, wenn ich Menschen in guten und schlechten Zeiten, bei der Taufe, Hochzeit aber auch bei einer Beerdigung begleiten darf.
Die praktischen Belange der spirituellen Welt
Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Es gibt immer etwas Neues zu erledigen und zu organisieren. Ich geniesse den regen Kontakt mit den Menschen rund um die Gemeinde. Oft arbeite ich an Wochenenden, dafür habe ich unter der Woche mehr Zeit für mich und meine Familie. Ins sorgfältige Dekorieren der Kirche investiere ich viel Zeit, manchmal arbeite ich bis in die Nacht hinein.
Es erfüllt mich, wenn das dann wahrgenommen wird, den Kirchgängerinnen und Kirchgängern gefällt und ich von ihnen Komplimente für meine Arbeit erhalte. Nicht zuletzt stärkt mich meine Arbeit auch in meinem Glauben. Ich nehme ihn anders wahr als bis anhin.