Religionspädagog:in
Als Religionspädagog:in begleitest du Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. Im Unterricht an der Schule oder in der Pfarrei regst du zum Nachdenken über Gott und die Welt an, eröffnest Zugänge zu grossen Lebensfragen und führst in das Wesen verschiedener Sakramente ein. Du entwickelst religionspädagogische Konzepte und implementierst diese in deiner Pfarrei oder im Seelsorgeraum.
Aufgabenbereich
Je nach Pfarrei und schulischem Umfeld werden unterschiedliche Schwerpunkte in den Aufgabenbereichen gesetzt.
Unterrichten in Schule und Pfarrei
- In der Schule oder Pfarrei unterrichtest du Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Glauben, Religion und Lebensfragen.
- Du entwickelst Lernumgebungen abgestimmt auf die Lernenden und nutzt Methoden und Medien, die ihre Kompetenzen fördern.
- Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung begleitest du inklusiv, damit alle ihren Platz finden.
- In Zusammenarbeit mit Lehrpersonen gestaltest du Projekt‑ oder Lagerwochen mit und führst Anlässe wie Elternabende durch.
- Du gestaltest Erwachsenenbildung, die die Glaubensidentität stärkt und den Dialog mit Andersgläubigen oder Menschen ohne religiöse Weltanschauung fördert.
- Dir ist bewusst, dass Glaube wachsen, aber nicht hergestellt werden kann, du sprichst nicht nur von der christlichen Kultur und Gesellschaft und respektierst unterschiedliche religiöse Zugehörigkeiten und Weltanschauungen.
«In der Orientierungsstufe wählen die Jugendlichen die Themen selbst – ob Judentum, Okkultismus oder Todesstrafe. Oft muss ich mich komplett in ein neues Gebiet eingraben.»
Patrizia Vonwil-Immersi, Religionspädagogin
Kinder und Jugendliche für den Glauben begeistern
- Du bereitest Menschen aller Altergsruppen auf die Taufe, Erstkommunion und Firmung vor und führst sie dazu in das Wesen des Sakraments und dessen Vollzug ein.
- In der Jugendarbeit initiierst und leitest du Freizeitangebote wie Lager, Projekttage, Reisen oder Jugendzentren und begleitest Gruppenleiter:innen in der Pfadi, bei Blauring oder Jungwacht.
- Liturgische Feiern, Rituale und Gottesdienste entwickelst du gemeinsam mit Jugendlichen, damit sie den Glauben aktiv erleben können.
Menschen führen und Religionspädagogik gestalten
- Katechet:innen, Jugendarbeiter:innen und andere Mitarbeitende führst du fachlich, begleitest sie in ihrer religionspädagogischen Praxis und förderst ihre berufliche Entwicklung.
- Du verantwortest den religionspädagogisch-katechetischen Bereich in einer Pfarrei oder einem Seelsorgeraum, leitest Sitzungen und koordinierst Abläufe.
- Religionspädagogische Konzepte analysierst, entwickelst und implementierst du, damit Bildung und Pastoral gut ineinandergreifen.
- Du förderst in allen Aufgabenbereichen die ökumenische Zusammenarbeit, insbesondere das ökumenische Lernen und Feiern.
Ausbildung
Um Religionspädagog:in zu werden, kannst du am Religionspädagogischen Institut (RPI) in Luzern das Diplom oder den Bachelor zum:zur dipl. Religionspädagog:in (RPI) absolvieren. Im Herbstsemester 2026 wird am RPI kein neuer Diplomstudiengang Religionspädagogik gestartet. Hintergrund ist eine laufende Überarbeitung des Studienangebots im Rahmen übergeordneter Qualitäts- und Akkreditierungsprozesse. Sobald der Studiengang wieder angetreten werden kann, werden wir hier weitere Informationen dazu hochladen. Auskunft über den Stand der Dinge erhältst du von Damian Pfammatter, Studienleiter RPI.