Erlebnisse, die verbinden und begeistern
Marco Baumgartner begleitete als Mittelschulseelsorger im Kollegium Fidels in Stans NW Jugendliche im Unterricht, bei Firmungen und Gottesdiensten. Dabei schuf er Erlebnisse, die verbinden, Orientierung geben und Spiritualität im Alltag erfahrbar machen. Heute leitet er die Pfarrei Dallenwil
Ich musste einige Vorurteile ablegen, um ins Theologiestudium einzusteigen. Mit der Zeit entdeckte ich, welche Vielfalt und Tiefe das Studium bietet. Das gilt auch für die Kirche. Die Menschen, die sie ausmachen, wollen mit Ehrlichkeit und Offenheit abgeholt werden. Dazu biete ich Erlebnisse, die verbinden und beGEISTern. So entsteht auch Spiritualität.
«Im Zentrum stehen immer die Menschen, und die sind unglaublich interessant.»
Marco Baumgartner
Als Jugendseelsorger bin ich unter anderem verantwortlich für den Religionsunterricht, die Firmbegleitung und Jugendgottesdienste. Dazu leite ich den Gemeinde-Jugendtreff mit. Ursprünglich arbeitete ich als Primar- und Sportlehrer, suchte dann aber eine Veränderung. Auf die Theologie wies mich die Studienberatung hin. Mein ursprüngliches Berufsziel war die Entwicklungszusammenarbeit. Doch dann kam eine Anfrage für die kirchliche Jugendarbeit – und der blieb ich bis heute treu.
Ein absoluter Traumjob
Als Familienvater schätze ich es, dass die Kirche unglaublich viele Freiheiten bietet. Ich kann selber den Inhalt und die Intensität meiner Arbeitszeit sowie die Arbeitszeiten bestimmen. Wenn man mit dieser Freiheit umgehen kann, ist das ein absoluter Traumjob. Zudem geht es in meiner Arbeit um Ganzheitlichkeit, um Kopf, Hand und Herz. So ist meine Arbeit immer sinnerfüllt!
Mit meiner Arbeit hat sich mein Bild der Kirche gewandelt. Zwar sind die Strukturen der Kirche nach wie vor oft verkrustet. Aber im Zentrum stehen immer die Menschen, und die sind unglaublich interessant. Und um diese geht es mir auch: Die Kirche muss zu den Menschen gehen. Das kann ich mit meiner Arbeit.